Futtermengen-Rechner für Welpen
Gib Größenklasse, Alter und – wenn du magst – das erwartete Endgewicht ein und erhalte einen Richtwert für die Tagesmenge Trockenfutter. Die Werte sind aus den echten Hersteller-Fütterungstabellen unserer geprüften Rassen aggregiert und bewusst als Orientierung gedacht.
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Tierarzt-Hinweis: Der Rechner liefert einen Richtwert, keine tierärztliche Rationsberechnung. Maßgeblich bleiben die Fütterungstabelle auf deiner konkreten Futterpackung und die Körperkondition deines Welpen. Bei Sorgen ums Wachstum – besonders bei großen Rassen – ist die Tierarztpraxis die richtige Anlaufstelle.
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Richtwert, keine tierärztliche Rationsberechnung. FEDIAF-Wachstumsfaktoren (unter 50 % / 50–80 % / über 80 % des Endgewichts) und RER-Formel (70 × kg0,75) als Basis. Maßgeblich bleibt die Fütterungstabelle deiner Packung und die Körperkondition deines Welpen.
Wie viel Futter braucht mein Welpe pro Tag? Das ist eine der häufigsten Fragen in den ersten Wochen – und die Packungsangabe allein beantwortet sie nur halb. Der Rechner oben nennt dir einen Richtwert für die Tagesmenge Trockenfutter, abgeleitet aus den echten Fütterungstabellen der auf dieser Website geprüften Rassen. Er ersetzt weder die konkrete Packungsangabe deines Futters noch den Blick auf die Körperkondition – aber er gibt dir einen belastbaren Startpunkt.
So funktioniert der Richtwert
Der Rechner surft nicht durch geheime Formeln, sondern bündelt sichtbare Daten: Wir haben die Hersteller-Fütterungstabellen der auf dieser Website geprüften Welpenfutter je Größenklasse zusammengefasst und daraus die typischen Spannen je Alter gebildet. Das Ergebnis ist bewusst ein Bereich und keine Punktzahl, weil zwei Dinge die exakte Menge verschieben: die Energiedichte des konkreten Futters (ein Futter mit 4.100 kcal/kg braucht weniger Gramm als eines mit 3.700) und das individuelle Endgewicht innerhalb der Klasse. Dass eine Tabelle grundsätzlich nur ein Ausgangspunkt sein kann, sagt auch die WSAVA in ihrer Kalorienbedarfs-Übersicht klar: „Dogs are individuals and some may have higher or lower caloric requirements in order to maintain an ideal, trim body condition.“ Wichtig zur Einordnung: Diese Übersicht rechnet den Erhaltungsbedarf erwachsener Hunde (130 kcal × kg^0,75 für aktive Tiere, nach NRC 2006). Für Wachstum liegt der Bedarf deutlich höher und sinkt mit zunehmendem Anteil am Endgewicht — dafür ist die FEDIAF-Leitlinie maßgeblich, nicht diese Tabelle. Ein Beagle am unteren Rand von „mittel” liegt näher an der Kleinklasse, ein kräftiger Australian Shepherd näher an „groß”.
Warum das erwartete Endgewicht mehr zählt als das heutige
Ein Welpe wird nicht nach seinem aktuellen Gewicht gefüttert, sondern nach dem Ziel, auf das er hinwächst. Der Energiebedarf pro Kilo Körpergewicht ist im ersten Lebensdrittel am höchsten und sinkt dann schrittweise: Die FEDIAF-Leitlinien beschreiben, dass der Wachstumsfaktor von rund dem Doppelten des Erhaltungsbedarfs (solange der Welpe unter etwa 50 Prozent seines Endgewichts liegt) über etwa das 1,6-Fache (50–80 Prozent) auf ungefähr das 1,2-Fache (über 80 Prozent) fällt. Praktisch heißt das: Ein großrassiger Welpe steigert seine Tagesmenge über viele Monate, während ein kleiner Hund den Zenit früh erreicht und die Menge danach eher wieder etwas zurückgeht. Warum es sich lohnt, dabei eher am unteren Rand zu bleiben als am oberen, zeigt die Übersichtsarbeit von Dobenecker (2011) im British Journal of Nutrition: Ein intensives Wachstum erhöhte die Häufigkeit von Entwicklungsstörungen des Skeletts unabhängig von der Nährstoffbilanz — es reicht also nicht, das richtige Futter zu wählen, wenn davon zu viel im Napf landet. Genau dieses Muster bildet der Rechner über die Altersstufen ab.
Die vollständige Richtwert-Tabelle
Wer lieber alles auf einen Blick sieht: Die folgende Tabelle enthält ergänzende Referenzwerte nach festen Altersstufen (Basis: normales Aktivitätslevel, Klassen-Standardannahme), aggregiert aus den Fütterungstabellen unserer geprüften Rassen. Der Rechner oben verfeinert das über eine stufenlose Altersangabe in Monaten, Aktivitätslevel und optional ein konkretes Produkt aus unserer Datenbank — die Werte können deshalb leicht von dieser Tabelle abweichen.
| Alter | Kleine Rasse (bis ca. 10 kg) | Mittlere Rasse (ca. 10–25 kg) | Große Rasse (ca. 25–45 kg) |
|---|---|---|---|
| ca. 8 Wochen | 39–140 g · 4–5 Mahlzeiten | 110–255 g · 4 Mahlzeiten | 190–280 g · 4 Mahlzeiten |
| ca. 3–4 Monate | 45–185 g · 3–4 Mahlzeiten | 170–315 g · 3 Mahlzeiten | 300–420 g · 3–4 Mahlzeiten |
| ca. 6–8 Monate | 32–155 g · 2–3 Mahlzeiten | 200–410 g · 2–3 Mahlzeiten | 360–520 g · 2–3 Mahlzeiten |
| ca. 9–12 Monate | 80–110 g · 2 Mahlzeiten | 170–300 g · 2 Mahlzeiten | 310–500 g · 2 Mahlzeiten |
Werte sind Tagesfuttermenge (Trockenfutter) in Gramm. Für rassengenaue Tabellen siehe die jeweilige Rasseseite, etwa Labrador Retriever oder Französische Bulldogge.
So verfeinerst du den Richtwert selbst
Drei Schritte machen aus dem Richtwert eine passende Portion. Erstens: Nimm die Fütterungstabelle deiner Packung als Basis, denn sie ist auf die Energiedichte genau dieses Futters abgestimmt. Zweitens: Kontrolliere alle zwei bis drei Wochen die Körperkondition. Der Maßstab dafür ist nicht Gefühlssache: Die WSAVA-Körperkonditionsskala arbeitet mit neun Stufen, bei der die Stufe 5 als ideal gilt — „Ribs palpable without excess fat covering. Waist observed behind ribs when viewed from above. Abdomen tucked up when viewed from side.“ Das Riney Canine Health Center der Cornell University arbeitet mit derselben neunstufigen Skala, nennt allerdings 4 oder 5 als ideal, wo die WSAVA nur die 5 markiert — und liefert eine nützliche Umrechnung dazu: „Each number on the body condition score deviating from the ideal is approximately 10% of the dog’s current weight.“ Eine Stufe daneben sind also grob 10 Prozent — das erklärt, warum eine scheinbar kleine Fehleinschätzung über Wochen deutlich sichtbar wird. Und zum Abmessen selbst: „‚Heaping‘ portions can easily add extra calories per serving and sabotage your diet plan.“ Cornell schreibt das über Abnehmpläne erwachsener Hunde — die Portioniergenauigkeit übertragen wir auf den Welpen, die Abnehm-Empfehlung nicht. Ist der Welpe zu rund, gehst du im Bereich nach unten; ist er zu schlank, nach oben. Drittens: Rechne Leckerlis in die Tagesration ein. Die WSAVA setzt die Grenze in ihrem Merkblatt zu Leckerlis ausdrücklich: „Treats should always make up less than 10% of a dog’s daily calorie intake.“ Darüber hinaus bringen sie nicht nur Kalorien mit, sondern verschieben auch die Nährstoffbilanz des Hauptfutters — bei einem wachsenden Skelett ist das der unangenehmere der beiden Effekte. Die klinische Ernährungsabteilung der Tufts University führt genau das als zweiten von fünf häufigsten Ernährungsfehlern — „no more than 10% of calories come from foods that are not your pet’s main pet food“ — und als dritten, dass die meisten Halter die Kalorienmenge schlicht nicht kennen: In einer Tufts-Erhebung wussten nur 3 % der Befragten, wie viele Kalorien sie füttern. Der vierte Punkt betrifft diese Seite direkt: „Never switch over to an adult food until your pet has reached full skeletal maturity or is at least 1 year old – they need those nutrients to help them grow!“ Wie du die Körperkondition richtig beurteilst, steht im Ratgeber Körperkondition beim Welpen.
Häufige Fehler bei der Futtermenge
- Nach Bettelblick statt nach Tabelle füttern – Überfütterung ist gerade bei großen Rassen riskant.
- Leckerlis vergessen einzurechnen – sie summieren sich unbemerkt.
- Menge nach heutigem statt erwartetem Gewicht bemessen – der Bedarf richtet sich am Endgewicht aus.
- Nass- und Trockenmenge doppelt zählen – bei Mischfütterung die Trockenmenge kürzen.
- Die Menge nie wieder anpassen – der Bedarf ändert sich mit jedem Wachstumsschub.
Zuletzt geprüft: 12.07.2026 · Redaktion WhyFollowExperts. Die Richtwerte sind aus realen Hersteller-Fütterungstabellen aggregiert; maßgeblich bleiben die Packungsangabe deines Futters und die Körperkondition deines Welpen.
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Wie genau ist der Futtermengen-Rechner?
Er gibt einen Richtwertbereich aus, der aus den Fütterungstabellen mehrerer realer Welpenfutter je Größenklasse aggregiert ist. Weil verschiedene Rezepturen unterschiedlich energiedicht sind, ist die Spanne bewusst breit. Die exakte Menge steht immer auf der Packung deines konkreten Futters.
Warum brauche ich das erwartete Endgewicht?
Weil sich die Tagesmenge eines Welpen weniger nach dem heutigen Gewicht richtet als nach dem Ziel, auf das er hinwächst. Ein Welpe, der einmal 30 kg wiegt, braucht früh mehr als einer, der bei 6 kg bleibt – auch wenn beide heute 4 kg wiegen.
Warum sinkt die Menge bei manchen kleinen Rassen später wieder?
Kleine Rassen sind früh weitgehend ausgewachsen. Nach dem stärksten Wachstumsschub sinkt der Energiebedarf pro Kilo wieder, deshalb kann die Tagesmenge im letzten Wachstumsdrittel etwas zurückgehen. Große Rassen wachsen länger und steigern die Menge entsprechend länger.
Zählen Leckerlis in die Tagesmenge?
Ja. Leckerlis und Trainingssnacks sollten in die Tagesration eingerechnet werden – als Faustregel höchstens rund 10 Prozent der Tagesenergie. Sonst summiert sich die Energie unbemerkt und der Welpe wächst zu schnell. Mehr dazu auf unserer Seite zu Leckerlis & Extras.
Gilt der Rechner auch für Nassfutter?
Die Grammwerte beziehen sich auf Trockenfutter. Nassfutter ist deutlich wasserreicher, die Grammmenge liegt deshalb um ein Vielfaches höher. Bei Mischfütterung reduzierst du die Trockenmenge entsprechend dem Nassfutter-Anteil. Details auf der Nassfutter-Seite.
Quellen
- Dobenecker, B. (2011) – Factors that modify the effect of excess calcium on skeletal development in puppies, British Journal of Nutrition 106(S1):S142–S145, DOI 10.1017/S0007114511002959 (intensives Wachstum erhöht die Häufigkeit von Skelett-Entwicklungsstörungen unabhängig von der Nährstoffbilanz; große und sehr große Rassen anfälliger; abgerufen 31.07.2026)
- Cornell University, Riney Canine Health Center – Obesity and weight loss in dogs (Körperkonditionsskala 1–9, ideal 4–5; eine Stufe Abweichung ≈ 10 % des Körpergewichts; gehäufte Portionen als typische Fehlerquelle; abgerufen 31.07.2026)
- Tufts University, Cummings School – Top Five Nutrition Mistakes Pet Owners Make (Leckerli-Grenze 10 %; nur 3 % der Halter kennen die gefütterte Kalorienmenge; kein Wechsel auf Adultfutter vor Skelettreife bzw. vor einem Jahr; abgerufen 31.07.2026)
- WSAVA Global Nutrition Toolkit – Calorie Needs for Healthy Adult Dogs (Formel 130 kcal × kg^0,75 aktiv / 95 kcal × kg^0,75 inaktiv nach NRC 2006; ausdrücklicher Hinweis auf individuelle Abweichung; gilt für ERWACHSENE Hunde, nicht für Wachstum; abgerufen 31.07.2026)
- WSAVA – Body Condition Score Chart Hund (9-stufige Skala, Stufe 5 ideal: „Ribs palpable without excess fat covering. Waist observed behind ribs when viewed from above. Abdomen tucked up when viewed from side.“; abgerufen 31.07.2026)
- WSAVA – Feeding treats to your dog („Treats should always make up less than 10% of a dog's daily calorie intake“; zu viele Leckerlis bringen die Hauptration aus der Balance; abgerufen 31.07.2026)
- Aggregiert aus den Hersteller-Fütterungstabellen der auf Welpenfutter-Kompass geprüften Rassen (klein: Chihuahua, Französische Bulldogge, Teckel, Yorkshire; mittel: Australian Shepherd, Beagle, Border Collie; groß: Deutscher Schäferhund, Golden Retriever, Labrador, Rottweiler), Stand 12.07.2026 (keine frei verlinkbare Online-Quelle)
- FEDIAF (2025) – Nutritional Guidelines: Wachstums-Energiebedarf sinkt mit erreichtem Anteil am Endgewicht (Einordnung: Dachverband der Heimtierfutter-Hersteller, belegt: https://europeanpetfood.org/about/our-members/)
- MSD Veterinary Manual – Feeding Practices in Small Animals (Mahlzeitenfrequenz nach Alter)