WelpenfutterKompass
Ratgeber

Wie lange Welpenfutter füttern – und wann aufs Erwachsenenfutter umstellen?

Die kurze Antwort: Es hängt von der erwarteten Endgröße ab. Kleine Rassen sind früher ausgewachsen als große, deshalb wird auch früher umgestellt. Diese Seite erklärt das Wann und Wie der Umstellung – die konkreten Grammmengen findest du auf unserer Mengen-Seite.

Redaktion WhyFollowExperts · aktualisiert 2026-07-23 · Methodik

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Woran du erkennst, dass die Welpenphase endet

Der Umstellungszeitpunkt richtet sich nicht nach einem festen Datum, sondern nach der körperlichen Reife. Als Orientierung gelten Hunde als weitgehend ausgewachsen, wenn sie rund 80 bis 90 Prozent ihrer erwarteten Endgröße erreicht haben (VCA Animal Hospitals). Weil kleine Rassen dieses Ziel deutlich früher erreichen als große, ist die erwartete Endgröße der wichtigste Anhaltspunkt – nicht das genaue Alter in Wochen.

Wenn du die Endgröße noch nicht sicher einschätzen kannst (etwa bei einem Mischling), ist es im Zweifel die sicherere Wahl, etwas länger beim Welpen- oder Junior-Futter zu bleiben, statt zu früh umzustellen.

Übergangsfenster nach Größenklasse

Die folgende Tabelle fasst die gängigen Übergangsfenster zusammen. Die Spannen sind bewusst breit, weil sie mehrere Quellen und die individuelle Entwicklung abbilden – sie ersetzen nicht den Blick auf deinen eigenen Hund und die Rücksprache mit der Tierarztpraxis.

Größenklasse (erwartetes Endgewicht)Typisches Übergangsfenster aufs Erwachsenenfutter
Klein / Zwerg (bis ca. 10 kg)ca. 8–12 Monate
Mittel (ca. 10–25 kg)um den 12. Monat
Groß (ca. 25–45 kg)ca. 12–15 Monate
Sehr groß / Giant (über ca. 45 kg)ca. 18–24 Monate

Die Alterswerte folgen den Größenklassen-Leitlinien des American Kennel Club; das zugrunde liegende Kriterium (rund 80–90 % der Endgröße) stammt von den VCA Animal Hospitals. Innerhalb jeder Klasse gilt: Je näher dein Hund an der oberen Gewichtsgrenze liegt, desto eher orientierst du dich am späteren Ende des Fensters. Andere seriöse Quellen setzen die Fenster teils etwas anders an (die VCA nennt für kleine Rassen z. B. bereits 6–8 Monate) – die genaue Grenze ist weniger entscheidend als das Reifekriterium.

Wie die Umstellung abläuft

Der Wechsel aufs Erwachsenenfutter erfolgt genauso schrittweise wie jeder andere Futterwechsel: über etwa 7 bis 10 Tage, mit langsam steigendem Anteil des neuen Futters (die AAHA nennt einen Startanteil von rund 25 %). So kannst du Kot, Appetit und Verträglichkeit beobachten, statt mehrere Änderungen gleichzeitig zu provozieren.

Die genaue Schritt-für-Schritt-Logik – inklusive der Frage, was du bei Durchfall oder Fressproblemen während der Umstellung tust – steht auf unserer Seite Futterwechsel beim Welpen. Diese Seite hier beantwortet nur die vorgelagerte Frage: wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist.

Warum große Rassen länger Welpenfutter brauchen

Große und sehr große Rassen wachsen über einen deutlich längeren Zeitraum. Für ihr Skelett ist ein ausgewogenes Calcium-Phosphor-Verhältnis über die gesamte Wachstumsphase besonders wichtig; als Orientierung nennt die ernährungswissenschaftliche Fachliteratur ein Verhältnis von rund 1,2–1,4:1, während die FEDIAF für die Wachstumsphase einen zulässigen Bereich mit Grenzwerten (Untergrenze etwa 1:1) vorgibt. Eine Überversorgung mit Calcium in dieser Phase kann die Skelettentwicklung stören – bis hin zu Entwicklungsstörungen des Bewegungsapparats (peer-reviewte Fachliteratur). Genau deshalb sollte bei großen Welpen keine zusätzliche Calcium-Supplementierung über ein vollständiges Wachstumsfutter hinaus erfolgen (WSAVA); auch das Merck Veterinary Manual bezeichnet eine solche Zusatzgabe bei bedarfsdeckendem Wachstumsfutter als selten nötig und mitunter kontraindiziert.

Für große Rassen bedeutet das: lieber das auf das Wachstum abgestimmte Welpen-/Junior-Futter bis zum Erreichen der Reife beibehalten. Mehr dazu steht auf große Rassen: Wachstum & Calcium.

Was nach der Umstellung wichtig bleibt

Mit dem Erwachsenenfutter ändert sich die Nährstoffdichte – ein ausgewachsener Hund braucht die energiereiche Welpenrezeptur nicht mehr. Behalte nach der Umstellung die Körperkondition im Blick und passe die Menge an, statt sie einfach fortzuschreiben. Wie du die Menge steuerst, steht auf Futtermenge & Häufigkeit; die Körperkondition selbst erklärt unsere Seite Körperkondition beim Welpen.

Wenn dein Hund während oder nach der Umstellung schlecht frisst, stark zu- oder abnimmt oder wiederholt Verdauungsprobleme zeigt, ist tierärztlicher Rat sinnvoller als eigenes Herumprobieren.

Häufige Fragen

Wie lange sollte ein Welpe Welpenfutter bekommen?

Als grobe Orientierung bis zum Erreichen der körperlichen Reife – und die hängt an der Endgröße: kleine Rassen etwa bis 8–12 Monate, mittelgroße rund um den 12. Monat, große Rassen etwa 12–15 Monate und sehr große (Giant-)Rassen bis zu 18–24 Monate. Maßgeblich ist nicht ein fixes Datum, sondern das Erreichen von rund 80–90 % der erwarteten Endgröße.

Was passiert, wenn ich zu früh auf Erwachsenenfutter umstelle?

Welpenfutter ist auf die Wachstumsphase abgestimmt (Energie, Protein, kontrolliertes Calcium-Phosphor-Verhältnis). Wird zu früh auf Adult-Futter umgestellt, kann die Nährstoffversorgung im noch laufenden Wachstum unpassend werden – besonders heikel bei großen Rassen. Im Zweifel lieber etwas länger beim Welpen-/Junior-Futter bleiben und die Tierarztpraxis fragen.

Schadet es, zu lange Welpenfutter zu füttern?

Welpenfutter ist energie- und nährstoffdichter. Bleibt ein bereits ausgewachsener Hund dauerhaft darauf, steigt das Risiko einer Überversorgung und von Übergewicht. Wenn dein Hund die Reife erreicht hat, ist der Wechsel aufs Erwachsenenfutter der richtige Schritt.

Wie stelle ich das Futter konkret um?

Schrittweise über etwa 7 bis 10 Tage, nicht abrupt – die genaue Vorgehensweise steht auf unserer Seite zum Futterwechsel. Diese Seite hier klärt nur, wann der Zeitpunkt gekommen ist.

Quellen

Weiterführende Seiten